
LED Masken: Anti-Aging mit Farblicht
Futuristisch, fast ein wenig spooky wirken diese neuartigen Gesichtsmasken aus Silikon und mit integrierten LED-Lämpchen. Sie leuchten in verschiedenen Farben und sollen die Haut zum jugendlichen Strahlen bringen. Heimische Hautpflege mit Hightech – ein neuer Beauty-Trend? Einfach Maske aufsetzen, per...
Futuristisch, fast ein wenig spooky wirken diese neuartigen Gesichtsmasken aus Silikon und mit integrierten LED-Lämpchen. Sie leuchten in verschiedenen Farben und sollen die Haut zum jugendlichen Strahlen bringen. Heimische Hautpflege mit Hightech – ein neuer Beauty-Trend?
Einfach Maske aufsetzen, per Fernbedienung eine Farbe wählen, zurücklehnen und einige Minuten zu Hause auf dem Sofa entspannen. Danach soll die Gesichtshaut erfrischt aussehen, Falten sollen geglättet und Pickel verschwunden sein. Smarte Beauty-Technik begeistert in den sozialen Medien, sogenannte Skinfluencer hypen diese LED-Masken, die ohne viele Cremes und Salben auskommen. Daher begeistern sich vor allem „pflegemuffelige“ Männer dafür. Was aber können die Masken genau und wo ist Vorsicht angesagt?
Wirkung geht unter die Haut
Anders als eine Creme dringt LED-Licht in tiefer liegende Hautschichten ein. Das ist bei der meist etwas dickeren Männerhaut, in der kosmetische Wirkstoffe schlechter ans Ziel gelangen, von Vorteil. Das Licht regt die Zellregeneration an und kann das Hautbild verbessern. Je nach Farbe und Wellenlänge entfaltet es seine Wirkung: Rot fördert die Durchblutung und mobilisiert die Kollagenbildung, kann Fältchen glätten und den Teint straffen. Blaues Licht wirkt antibakteriell, kann gegen Unreinheiten, Rasierpickelchen und Akne helfen. Leuchten die LEDs grün, soll dies die Haut beruhigen und den Teint frischer wirken lassen, gelbes Licht kann zudem Altersflecken, eine Hyperpigmentierung, mildern. Infrarot-Licht wiederum erwärmt die Haut, hemmt Entzündungen und fördert die Regeneration. Mehrere kleine Studien belegen diese Wirkungen, Langzeitstudien stehen bei einer so neuen Technologie noch aus. Übrigens: Ganz ohne Creme funktioniert auch diese Behandlung nicht und nach einer „Sitzung“ sollten Sie immer eine feuchtigkeitsspendende Pflege auftragen.
Schattenseiten der Lichttherapie
Auch wenn die LEDs gesundheitlich verträgliche Wellenlängen nutzen, sollte das Licht nicht direkt in die Augen strahlen. Viele Anbieter liefern daher ein Augenpad mit. Wichtig: Auch mit Schutz nie direkt in die LEDs schauen! Zudem sollte die Anwendung nicht länger als 20 Minuten dauern, zwei- bis dreimal pro Woche maximal. Bei Allergien, Hauterkrankungen wie Rosacea und Ekzemen sowie bei sehr empfindlicher Haut unbedingt erst den Rat eines Dermatologen einholen. Wer eine Augenerkrankung, zum Beispiel altersbedingte Makuladegeneration, Glaukom oder Retinopathie hat, sollte LED-Masken nicht anwenden. Sprechen Sie auch zuerst mit Ihrem Arzt, wenn Sie unter Epilepsie, lichtbedingter Migräne oder Depressionen leiden. Ein No-Go sind die Masken auf verletzter, verbrannter oder wunder Gesichtshaut. Auch nach einer Gesichtsbehandlung, etwa mit Laser oder einem chemischen Peeling, muss sich die Haut erst erholen, ehe sie wieder bereit für eine LED-Therapie ist.
Sicher kaufen und anwenden
LED-Masken werden mit verschiedenen Licht-Kombinationen angeboten und hauptsächlich übers Internet vertrieben. Erhältlich sind sie jedoch auch in Ihrer Vor-Ort-Apotheke – meist auf Bestellung. Der große Vorteil: Hier erhalten Sie kompetente Beratung und Anwendungs-Tipps. Außerdem kann das Apothekenteam mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten prüfen – denn wer Präparate nimmt, die die Haut lichtempfindlich machen, muss LED-Masken (leider) meiden.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Blick in den Mund: Was Zahnärzte sofort erkennen
Für Patientinnen und Patienten wirkt ein Kontrolltermin oft unspektakulär: Mund öffnen, kurz untersuchen lassen, fertig. Für Zahnärztinnen und Zahnärzte beginnt in diesem Moment jedoch eine genaue Beobachtung. Schon bei der ersten Untersuchung zeigen sich viele Hinweise auf Zahngesundheit, Pflegegewohnheiten, Belastungen...
Für Patientinnen und Patienten wirkt ein Kontrolltermin oft unspektakulär: Mund öffnen, kurz untersuchen lassen, fertig. Für Zahnärztinnen und Zahnärzte beginnt in diesem Moment jedoch eine genaue Beobachtung. Schon bei der ersten Untersuchung zeigen sich viele Hinweise auf Zahngesundheit, Pflegegewohnheiten, Belastungen und mögliche Veränderungen.
Dabei geht es nicht darum, jemanden zu bewerten. Die Untersuchung hilft, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und passende Empfehlungen zu geben.
Beläge und Zahnstein: Hinweise auf schwer erreichbare Stellen
Zahnbeläge entstehen täglich. Werden sie nicht gründlich entfernt, können sie sich verhärten und zu Zahnstein werden. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt erkennt schnell, an welchen Stellen die Reinigung besonders schwierig ist.
Häufig betroffen sind:
- die Innenseiten der unteren Schneidezähne,
- die Zahnzwischenräume,
- der Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch,
- Bereiche um Kronen, Brücken oder feste Zahnspangen.
Beläge bedeuten nicht automatisch schlechte Pflege. Manchmal sind enge Zahnstellungen, schwer zugängliche Bereiche oder eine ungeeignete Putztechnik die Ursache.
Zahnfleisch: Ein wichtiges Frühwarnsystem
Gesundes Zahnfleisch ist meist blassrosa, liegt eng am Zahn an und blutet nicht. Rötungen, Schwellungen oder Blutungen können auf eine Entzündung hinweisen. Diese verursacht anfangs oft kaum Schmerzen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer einfachen Zahnfleischentzündung und einer Parodontitis. Dabei ist auch der Zahnhalteapparat betroffen: das Gewebe, das den Zahn im Kiefer hält. Unbehandelt kann eine Parodontitis langfristig zu Zahnlockerungen führen.
Abrieb, Risse und empfindliche Zähne
Abgenutzte Kauflächen, kleine Risse im Zahnschmelz oder abgeschliffene Schneidekanten können Hinweise auf Pressen oder Knirschen sein. Viele Menschen bemerken das selbst nicht, weil es häufig nachts passiert.
Mögliche Anzeichen sind:
- empfindliche Zähne,
- verspannte Kaumuskeln,
- Kopfschmerzen am Morgen,
- kleine Abplatzungen an Zähnen oder Füllungen.
Solche Spuren helfen, Überlastungen früh zu erkennen und Zähne gezielt zu schützen.
Schleimhäute, Zunge und Mundgeruch
Auch Wangeninnenseiten, Gaumen, Lippen, Zunge und Mundboden werden untersucht. Veränderungen der Schleimhaut können durch kleine Verletzungen, Reizungen, Medikamente oder Druckstellen entstehen. In den meisten Fällen sind solche Auffälligkeiten harmlos. Bestehen sie jedoch länger oder verändern sie sich, sollten sie kontrolliert werden.
Mundgeruch ist ebenfalls ein wichtiger Hinweis und kein Tabuthema. Häufige Ursachen liegen direkt im Mund: Beläge auf der Zunge, Zahnfleischentzündungen, Karies, tiefe Zahnfleischtaschen oder Mundtrockenheit.
Biss und Zahnstellung: Alles hängt zusammen
Zähne funktionieren als System. Deshalb achtet Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt auch darauf, wie Ober- und Unterkiefer aufeinandertreffen. Ein ungünstiger Biss kann einzelne Zähne überlasten, Füllungen stärker beanspruchen oder Beschwerden im Kiefergelenk begünstigen.
Auch Veränderungen der Zahnstellung, neue Lücken oder wandernde Zähne können wichtige Hinweise geben.
Warum regelmäßige Kontrollen so wertvoll sind
Der erste Blick in den Mund ist mehr als eine kurze Kontrolle. Zähne, Zahnfleisch, Schleimhäute, Biss und Pflegezustand liefern viele Hinweise. Die genaue Diagnose entsteht durch die vollständige Untersuchung und, wenn nötig, durch weitere Tests oder Röntgenbilder.
Je früher Veränderungen erkannt werden, desto schonender können sie meist behandelt werden. Regelmäßige Kontrolltermine helfen deshalb, die Mundgesundheit langfristig zu erhalten.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Donnerwetter! Sicher bei Gewitter
Erst ein greller Zick-Zack-Streifen am Himmel, dann ein ohrenbetäubendes Grollen. Gewitter sind beeindruckende Naturphänomene, können aber auch gefährlich sein. So verhalten Sie sich richtig bei Blitz und Donner – und befreien sich von übermäßiger Angst. Ein Gewitter entsteht, wenn feucht-warme...
Erst ein greller Zick-Zack-Streifen am Himmel, dann ein ohrenbetäubendes Grollen. Gewitter sind beeindruckende Naturphänomene, können aber auch gefährlich sein. So verhalten Sie sich richtig bei Blitz und Donner – und befreien sich von übermäßiger Angst.
Ein Gewitter entsteht, wenn feucht-warme Luft rasant in kältere Höhen aufsteigt. Besonders häufig passiert dies an schwülen Sommertagen. Anzeichen, dass sich »etwas zusammenbraut«, sind Cumulonimbus-Wolken, die sich in dichten, blau-grauen Massen übereinanderstapeln wie gewaltige Berge. In diesen Wolken baut sich eine starke elektrische Spannung auf, die sich in Form von Blitzen entlädt. Ein Blitz erhitzt die Luft und erzeugt eine hochenergetische Schockwelle, die wir als lauten Knall wahrnehmen. Wie weit ist das Gewitter jetzt noch von uns entfernt?
30-30-Regel
Um die Gefahr eines Unwetters richtig einzuschätzen, hilft die 30-30-Regel: Liegen zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden, sollten Sie schnellstmöglich Schutz suchen – und diesen sicheren Ort erst verlassen, wenn nach dem letzten Aufflackern oder Scheppern am Himmel mindestens 30 Minuten vergangen sind. Kritisch wird’s, wenn es nahezu gleichzeitig blitzt und donnert … Draußen im Freien haben Sie dann besser nichts mehr verloren.
Faradayscher Käfig
Eine Gewitter-Weisheit lautet: »Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen.« Doch darin steckt nur die halbe Wahrheit. Die Baumart ist dem Blitz egal. Er zielt meist auf den höchsten Punkt einer Landschaft, der zudem den geringsten Widerstand bietet. In massiven Häusern hingegen kann Ihnen in der Regel nichts passieren. Haben Sie bei einem aufkommenden Gewitter kein Dach über dem Kopf, weil Sie unterwegs sind, dann ab ins Auto. Im Wagen entsteht ein sogenannter Faradayscher Käfig – er wirkt wie ein Schutzpanzer. Die geschlossene Metallkarosserie leitet den Blitzstrom in den Boden, während Sie im Innenraum unberührt bleiben.
470.000 Blitzeinschläge im Jahr
Die Wucht eines Blitzes ist enorm. Bis zu 300.000 Ampere und Temperaturen von rund 30.000 Grad stecken in ihm. Blitze erzeugen einen Stromschlag sondergleichen und sind heißer als die Sonne. Kein Wunder, dass sie Brände auslösen, zu Elektrizitätsausfällen und manchmal auch Überschwemmungen führen. Laut Statistik kommt es in Deutschland jedes Jahr zu 470.000 Blitzeinschlägen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch vom Blitz getroffen wird, liegt bei 1:200.000 – also deutlich höher, als im Lotto den Jackpot zu knacken. Hierzulande verunglücken jährlich etwa 100 Menschen direkt durch einen Gewitterblitz; vier davon sterben statistisch daran. Respekt vor einem Gewitter zu haben, ist also durchaus berechtigt. Manchen von uns ist aber mehr als mulmig – eine panische Angst ist da.
VR-Brille gegen Astraphobie
Astraphobie, die extreme Furcht vor Blitz und Donner, ist weit verbreitet. Sie ist eine der häufigsten Naturphobien. Betroffene erleben körperliche Symptome wie Herzrasen, Zittern, Schwitzen und Atemnot, sobald sich der Himmel ominös verdunkelt – oder schon im Voraus, wenn ein Gewitter angekündigt ist. Eine solche Phobie schränkt das Leben stark ein. Outdoor-Aktivitäten möchten Astraphobiker möglichst vermeiden und prüfen ständig die Wetter-App. Im Akutfall können Atemübungen helfen: Durch die Nase tief einatmen, den Atem kurz anhalten und langsam durch den Mund ausatmen. Vorbeugend sind Entspannungstechniken wie Yoga oder Progressive Muskelentspannung gute Methoden. Psychologen gehen meist den Weg über die Konfrontationstherapie. Immer öfter kommt dafür Virtual Reality (VR) zum Einsatz. Mithilfe spezieller VR-Brillen werden Gewitterszenarien simuliert – vom leichten Regen bis zu heftigen Blitzen und Donnern. Die Intensität lässt sich schrittweise steigern. Der Vorteil: Alles findet im gesicherten Rahmen statt. Klienten können jederzeit stoppen und nach und nach erkennen, welch beeindruckende Schönheit im Naturphänomen Gewitter steckt.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Kreatives Gehirn: Dann macht’s klick
Stundenlang über ein Problem gegrübelt. Ohne Ergebnis. Doch plötzlich, wenn wir nicht mehr dran denken, ist die Lösung da. Wie entstehen solche Geistesblitze und welche Rahmenbedingungen brauchen sie? So mancher Radiosong ist im Straßencafé entstanden, beim Wäscheaufhängen oder auf der...
Stundenlang über ein Problem gegrübelt. Ohne Ergebnis. Doch plötzlich, wenn wir nicht mehr dran denken, ist die Lösung da. Wie entstehen solche Geistesblitze und welche Rahmenbedingungen brauchen sie?
So mancher Radiosong ist im Straßencafé entstanden, beim Wäscheaufhängen oder auf der Flughafen-Toilette. Viele Musiker haben immer einen Notizblock in der Tasche, um in den skurrilsten Situationen ihre Eingebungen festzuhalten. Ob große Hits oder auch die Antwort auf schwierige Fragen – geniale Einfälle haben wir nicht, weil wir sie uns vornehmen, sie folgen einem ganz eigenen Plan.
Kognitiver Sprung
Bestimmt kennen Sie das: Angestrengt nachgedacht und trotzdem keinen Schritt weitergekommen. Kein Wunder. Unser kreatives Gehirn blockiert, wenn wir uns den Kopf zerbrechen. Es braucht Freiraum. Geistesblitze kommen uns also nicht dann, wenn wir sie am dringendsten brauchen – sondern später. Wir müssen erst aufhören zu grübeln, dann macht’s »klick«. Neurowissenschaftler wissen inzwischen, warum das so ist. Sie sprechen vom »kognitiven Sprung«.
Aha-Moment
Mithilfe der Elektroenzephalografie (EEG), die die Hirnaktivität misst, konnten Forscher der Northwestern University zeigen, was kurz vor einem Aha-Moment in unserem Oberstübchen passiert. Dann fällt die Aktivität in unserer linken Hirnhälfte ab, die für Logik und Rationalität zuständig ist. Stattdessen feuern die Neuronen in der rechten Hemisphäre. Dort findet unser vernetztes Denken statt. Das Gehirn wechselt also vom analytischen in den assoziativen Modus. In dem Moment, wenn es Informationen nicht mehr in alle Einzelteile zerlegt, sondern sie miteinander verknüpft, löst sich der Knoten und tiefe Erkenntnisse sind möglich. Nur wie kommen wir dahin?
Mit dem Kopf in den Wolken
Voraussetzung ist: Der Kopf hat mal Pause. Gönnen wir uns also mehr Tagträume und schalten einfach mal ab. Beim sogenannten »Mind Wandering«, wenn Gedanken auf ziellose Wanderschaft gehen, aktivieren sie unser Default Mode Network, zu Deutsch Ruhezustandsnetzwerk. Es verbindet beide Hirnhälften miteinander, ermöglicht Innenschau und die Fähigkeit zur Selbstreflexion. In diesem tranceartigen Zustand passiert’s: Geistesblitze entstehen wie aus heiterem Himmel. Und sie machen glücklich, weil das Gehirn als Antwort darauf Dopamin ausschüttet, ein Hormon, das in Hochstimmung versetzt.
Sie möchten öfter abschweifen und zündende Ideen haben? Dann schaffen Sie dafür die idealen Bedingungen.
So fördern Sie Geistesblitze
- Langeweile: Lassen Sie Leerlauf zu. Denn aus der Ruhe sprudeln die Inspirationen heraus – Reizüberflutung erstickt sie nur.
- Pause heißt Pause: Füllen Sie nicht jede freie Minute mit vermeintlich Sinnvollem. Einfach mal nichts tun. Haben die Gedanken freien Lauf, kann die Seele baumeln – und Kreatives kreieren.
- Annehmen, was kommt: Manchmal erscheinen uns Einfälle unlogisch oder seltsam. Das Unterbewusstsein spricht nun mal in Bildern und Symbolen zu uns. Lassen Sie sie wirken, bis sie zum Aha-Erlebnis werden.
- Geistesfunken sind flüchtig. Daher notieren Sie sich Ihre Eingebungen – immer und überall.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Sturzprävention – besser in Balance
Wer aktiv ist, in Bewegung bleibt und Stolperfallen beseitigt, reduziert sein Sturzrisiko enorm. Die besten Tipps und Übungen haben wir hier für Sie. Jeder dritte über 65-Jährige stürzt mindestens einmal im Jahr – in den eigenen vier Wänden oder draußen....
Wer aktiv ist, in Bewegung bleibt und Stolperfallen beseitigt, reduziert sein Sturzrisiko enorm. Die besten Tipps und Übungen haben wir hier für Sie.
Jeder dritte über 65-Jährige stürzt mindestens einmal im Jahr – in den eigenen vier Wänden oder draußen. Die meisten kommen mit leichten Blessuren davon. Doch in einigen Fällen kann ein Sturz auch schwerwiegende Folgen haben: Knochenbrüche, etwa des Oberschenkelhalses, Platzwunden und Kopfverletzungen erhöhen das Risiko, plötzlich pflegebedürftig zu werden. Daher mindern Sie die Gefahr – mit einer Kombination aus Kraft- und Gleichgewichtstraining, Maßnahmen für ein sicheres Zuhause und medizinischer Vorsorge.
Täglich trainieren
Wer Angst hat zu fallen, bewegt sich weniger. Das ist verständlich, aber grundverkehrt. Denn wenn Sie überwiegend sitzen, verlieren Sie Muskelmasse, im Gehen werden Sie wackeliger und der Gleichgewichtssinn verkümmert. So begünstigen Sie Stürze, statt sie zu vermeiden. Deshalb ist Aktivität das A und O. Tägliche Spaziergänge an der frischen Luft kurbeln Ihren Kreislauf an und wecken Ihre Sinne. Je wacher der Geist, desto eher vermeiden Sie Missgeschicke.
Ganz gezielt an Ihrer Balance arbeiten Sie, wenn Sie regelmäßig zum Tanztreff gehen oder sich zum Tai Chi anmelden. Indem Sie Schrittfolgen und Positionen einstudieren, halten Sie sich geistig und körperlich fit. Ihre Krankenkasse kann Ihnen Sportvereine, Fitness- und Gesundheitsstudios empfehlen, die Kurse zur Sturzprävention anbieten. Wichtig ist, dass Sie am Ball bleiben und auch zu Hause trainieren. Ob Kniebeugen, Einbeinstand, Rückwärtsgehen, Treppensteigen, Armkreisen oder leichte Hanteln stemmen – schon einfache Übungen können viel bewirken. Ein Physiotherapeut zeigt Ihnen außerdem, wie Sie richtig reagieren, sollten Sie tatsächlich einmal das Gleichgewicht verlieren.
Stabilität statt Stolperfallen
Denn wie schnell ist es passiert: gestolpert, ausgerutscht oder hängengeblieben. Räumen Sie Fallstricke aus dem Weg – für mehr Sicherheit innerhalb und außerhalb Ihrer Wohnung:
Im Badezimmer müssen Bodenfliesen, Dusche und Badewanne rutschfest sein. Duschhocker und Haltegriffe bieten Ihnen stabile Stützen.
An Treppen und in langen Fluren verschaffen Ihnen Handläufe Sicherheit beim Laufen. Bewegungsmelder verhindern, dass Sie nachts im Dunkeln zur Toilette tappen müssen.
Für alle Zimmer gilt: Stolperfallen wie hochstehende Teppichkanten oder herumliegende Kabel gehören beseitigt. Achten Sie darauf, dass Ihnen weder Möbelstücke noch Blumenkübel den Weg versperren.
Balkon, Terrasse und Garten sind häufig nur über hohe Türschwellen oder Treppenstufen zu erreichen. Lassen Sie sich von Profis helfen, um solche Höhenunterschiede auszugleichen und barrierefrei zu gestalten.
Hausschuhe mit fester Sohle tragen Sie sicher durch die Wohnung. Falls nötig, nehmen Sie eine Gehhilfe zur Unterstützung. Brille und Hörgerät nutzen Sie sicherheitshalber auch zu Hause.
Manche Medikamente, zum Beispiel Blutdrucksenker oder Beruhigungsmittel, können Schwindel auslösen oder müde machen. Solche Nebenwirkungen beeinträchtigen das Reaktionsvermögen und erhöhen so womöglich Ihr Sturzrisiko. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Vielleicht kann er Ihnen ein alternatives Präparat verschreiben. Auch das Team in Ihrer Vor-Ort-Apotheke berät Sie gerne.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Wenn Urin unangenehm riecht
Ein veränderter Uringeruch kann verunsichern und ist vielen Menschen unangenehm. Dabei steckt nicht immer eine Erkrankung dahinter. Häufig verändert sich der Geruch des Urins vorübergehend durch die Trinkmenge, Ernährung oder bestimmte Medikamente. Wichtig ist jedoch: Wenn der unangenehme Geruch anhält...
Ein veränderter Uringeruch kann verunsichern und ist vielen Menschen unangenehm. Dabei steckt nicht immer eine Erkrankung dahinter. Häufig verändert sich der Geruch des Urins vorübergehend durch die Trinkmenge, Ernährung oder bestimmte Medikamente. Wichtig ist jedoch: Wenn der unangenehme Geruch anhält oder weitere Beschwerden dazukommen, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Häufig harmlose Ursachen
Urin besteht überwiegend aus Wasser. Zusätzlich enthält er Stoffwechselprodukte, Salze und Substanzen, die der Körper ausscheidet. Ist der Urin stark konzentriert, kann er intensiver riechen. Das passiert zum Beispiel, wenn zu wenig getrunken wurde, nach starkem Schwitzen oder bei Flüssigkeitsverlust.
Auch Lebensmittel und Getränke können den Geruch beeinflussen. Bekannt ist dies unter anderem nach Spargel, Kaffee, Alkohol oder stark gewürzten Speisen. In solchen Fällen normalisiert sich der Geruch meist innerhalb kurzer Zeit wieder.
Mögliche harmlose Auslöser sind:
- zu geringe Trinkmenge,
- starkes Schwitzen oder Flüssigkeitsverlust,
- bestimmte Lebensmittel,
- Kaffee oder Alkohol,
- Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel.
Uringeruch allein beweist keinen Infekt
Viele Menschen denken bei unangenehm riechendem Urin sofort an eine Blasenentzündung. Tatsächlich ist Uringeruch allein aber kein sicherer Hinweis auf einen Harnwegsinfekt. Entscheidend sind die Begleitsymptome. Typisch für einen Infekt können Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Schmerzen im Unterbauch, trüber Urin oder ein allgemeines Krankheitsgefühl sein.
Bei Männern sollte ein Verdacht auf Harnwegsinfekt besonders sorgfältig abgeklärt werden. Hier können auch die Prostata, Restharnbildung oder andere urologische Ursachen eine Rolle spielen.
Wenn der Geruch süßlich oder fruchtig ist
Ein süßlicher oder fruchtiger Uringeruch kann in seltenen Fällen auf Stoffwechselveränderungen hinweisen. Das gilt besonders, wenn zusätzlich starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit oder ungewollter Gewichtsverlust auftreten. Dann sollte auch an Erkrankungen wie Diabetes oder eine Stoffwechselentgleisung gedacht werden.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Eine urologische Untersuchung ist sinnvoll, wenn der unangenehme Geruch mehrere Tage anhält oder weitere Beschwerden auftreten. Dazu gehören:
- Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen,
- häufiger oder plötzlicher Harndrang,
- Schmerzen im Unterbauch, Rücken oder in der Flanke,
- Fieber oder deutliches Krankheitsgefühl,
- sichtbares Blut im Urin.
Besonders sichtbares Blut im Urin sollte immer ärztlich abgeklärt werden – auch dann, wenn keine Schmerzen bestehen.
In der urologischen Praxis kann eine Urinuntersuchung schnell erste Hinweise geben. Je nach Befund können weitere Untersuchungen sinnvoll sein. Wichtig ist: Ein veränderter Uringeruch ist kein Grund zur Scham. Meist ist die Ursache harmlos, aber wenn Beschwerden dazukommen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Zähne und Schwangerschaft
In der Schwangerschaft verändert sich nicht nur der Körper sichtbar. Auch im Mund können sich neue Beschwerden bemerkbar machen. Manche werdenden Mütter stellen fest, dass ihr Zahnfleisch schneller blutet, empfindlicher reagiert oder leicht anschwillt. Andere bemerken einen veränderten Geschmack, mehr...
In der Schwangerschaft verändert sich nicht nur der Körper sichtbar. Auch im Mund können sich neue Beschwerden bemerkbar machen.
Manche werdenden Mütter stellen fest, dass ihr Zahnfleisch schneller blutet, empfindlicher reagiert oder leicht anschwillt. Andere bemerken einen veränderten Geschmack, mehr Mundtrockenheit oder Probleme durch Übelkeit. Diese Veränderungen hängen vor allem mit dem Hormonhaushalt zusammen, der während der Schwangerschaft stark umgestellt wird.
Warum das Zahnfleisch jetzt sensibler reagieren kann
Die Hormone Östrogen und Progesteron steigen in der Schwangerschaft deutlich an. Dadurch wird das Zahnfleisch stärker durchblutet und das Gewebe kann weicher und empfindlicher wirken. Gleichzeitig reagiert der Körper auf bakterielle Beläge im Mund oft intensiver als sonst. Schon kleinere Mengen Plaque können deshalb ausreichen, um das Zahnfleisch zu reizen.
Eine typische Folge ist die sogenannte Schwangerschaftsgingivitis. Damit ist eine Zahnfleischentzündung gemeint, die während der Schwangerschaft verstärkt auftreten kann. Mögliche Anzeichen sind:
- Zahnfleischbluten beim Putzen oder bei der Reinigung der Zahnzwischenräume,
- gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch,
- empfindliche Stellen am Zahnfleischrand,
- Mundgeruch,
- ein Druck- oder Spannungsgefühl im Mund.
Wichtig ist: Die Schwangerschaft allein macht das Zahnfleisch nicht krank. Meist spielen bakterielle Beläge die entscheidende Rolle. Werden diese nicht regelmäßig entfernt, kann sich die Entzündung verstärken. Aus einer unbehandelten Gingivitis kann sich im weiteren Verlauf eine Parodontitis entwickeln. Diese betrifft nicht nur das Zahnfleisch, sondern den gesamten Zahnhalteapparat. Zudem wird Parodontitis mit Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburten oder einem geringeren Geburtsgewicht in Verbindung gebracht.
Wenn Übelkeit den Zahnschmelz belastet
Gerade in den ersten Schwangerschaftsmonaten leiden viele Frauen unter Übelkeit oder Erbrechen. Dabei kommt Magensäure mit den Zähnen in Kontakt. Diese Säure kann den Zahnschmelz angreifen und sogenannte Erosionen begünstigen. Anders als bei Karies sind dabei nicht Bakterien der Auslöser, sondern die direkte Säureeinwirkung.
Nach dem Erbrechen sollte der Mund zunächst mit Wasser ausgespült werden. Auch eine fluoridhaltige Mundspülung kann sinnvoll sein. Mit dem Zähneputzen sollte man etwa 30 Minuten warten, damit der Zahnschmelz nicht zusätzlich mechanisch belastet wird.
Ernährung und Zahnpflege im Alltag
Häufige kleine Mahlzeiten, Heißhunger auf Süßes oder säurehaltige Getränke können die Zähne zusätzlich beanspruchen. Deshalb lohnt es sich, in der Schwangerschaft besonders bewusst auf zahngesunde Gewohnheiten zu achten.
Hilfreich sind:
- Wasser oder ungesüßter Tee als Hauptgetränke,
- zuckerarme Zwischenmahlzeiten,
- kalziumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, grünes Gemüse oder Nüsse,
- fluoridhaltige Zahnpasta,
- säurehaltige Speisen und Getränke nicht ständig über den Tag verteilt.
Wer durch Übelkeit Schwierigkeiten beim Zähneputzen hat, kann eine kleinere Zahnbürste oder eine mild schmeckende Zahnpasta ausprobieren. Auch die Reinigung der Zahnzwischenräume bleibt wichtig, da sich dort besonders leicht Beläge ansammeln.
Zahnärztliche Begleitung während der Schwangerschaft
Zahnärztliche Kontrollen sind in der Schwangerschaft eine sinnvolle Unterstützung. Dabei können Zahnfleischentzündungen, Karies oder andere Veränderungen früh erkannt werden. Außerdem erhalten Schwangere individuelle Tipps zur Mundpflege, Ernährung und zum Umgang mit Übelkeit.
Auch eine Professionelle Zahnreinigung kann hilfreich sein. Dabei werden Plaque und Zahnstein gründlich entfernt, sodass das Zahnfleisch entlastet und die Bakterienmenge im Mund reduziert wird. Besonders bei Zahnfleischbluten, Schwellungen oder Schmerzen sollte nicht bis nach der Geburt gewartet werden.
Mit guter Mundhygiene, angepasster Ernährung und regelmäßiger zahnärztlicher Betreuung lassen sich viele Beschwerden gut vorbeugen. So bleiben Zähne und Zahnfleisch auch während der Schwangerschaft möglichst gesund.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Clever packen für kleine Notfälle
Sonne auf der Nase, Sand zwischen den Zehen, endlich abschalten – und plötzlich zwickt der Bauch, der Kopf pocht oder das Knie ist aufgeschürft. Spätestens dann zeigt sich, warum eine gut gepackte Reiseapotheke so wichtig ist. Was wirklich mitreisen sollte,...
Sonne auf der Nase, Sand zwischen den Zehen, endlich abschalten – und plötzlich zwickt der Bauch, der Kopf pocht oder das Knie ist aufgeschürft. Spätestens dann zeigt sich, warum eine gut gepackte Reiseapotheke so wichtig ist. Was wirklich mitreisen sollte, entscheidet sich nach Reiseziel, Klima und Reiseart.
Die Grundausstattung
Ganz oben auf die Liste gehören persönliche Dauermedikamente, in ausreichender Menge und am besten mit etwas Reserve. Verspätete Flüge oder spontane Reiseverlängerungen kommen öfter vor als gedacht. Sinnvoll sind außerdem Schmerz- und Fiebermittel, Mittel gegen Durchfall und Übelkeit, Wunddesinfektion, Pflaster sowie Verbandsmaterial. Auch Allergiemittel, Nasenspray, Halstabletten oder Hilfe gegen juckende Insektenstiche können unterwegs wichtig werden.
Wenn der Bauch rebelliert
Gerade bei Magen-Darm-Problemen zählt vor allem eins: trinken! Durchfall kann den Körper schnell austrocknen. Deshalb gehören orale Elektrolytlösungen unbedingt ins Gepäck, besonders bei Kindern und älteren Menschen. Sie gleichen wichtige Mineralstoffe wieder aus und helfen dem Körper, schneller in Balance zu kommen.
Kleine Urlauber, eigene Regeln
Mit Kindern reist automatisch eine etwas andere Apotheke mit. Fieberthermometer, altersgerechte Schmerzmittel, kindgerechter Sonnen- und Mückenschutz und Elektrolytlösungen sollten griffbereit sein. Wichtig: Medikamente für Erwachsene eignen sich nicht automatisch für Kinder. Dosierungen richten sich immer nach Alter und Gewicht. Und noch ein Sommerdetail: Zäpfchen können bei großer Hitze weich werden. Säfte oder Tropfen sind unterwegs oft praktischer.
Fernweh mit Vorbereitung
Fernreisen brauchen meist etwas mehr Vorbereitung. Je nach Reiseziel spielen Impfungen, Mückenschutz oder Malariavorsorge eine Rolle. Auch bei Trekkingtouren im Hochgebirge gilt: langsam aufsteigen statt übermütig loszustürmen. Spezielle Medikamente gegen Höhenkrankheit gehören nicht automatisch in jede Reiseapotheke, sondern nur nach ärztlicher Beratung.
Hitze? Lieber nicht
Während wir Sonne lieben, reagieren viele Arzneimittel empfindlich auf Hitze. Auto, Strandtasche oder sonniges Fensterbrett bekommen Tabletten und Tropfen oft nicht gut. Die meisten Medikamente fühlen sich bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad am wohlsten. Kühlpflichtige Mittel brauchen besondere Aufmerksamkeit. Sie müssen zwar kühl bleiben, dürfen aber nicht einfrieren. Eisakkus direkt an empfindliche Medikamente zu legen, ist deshalb keine gute Idee.
Wichtig für Flugreisen
Rezeptpflichtige Medikamente reisen am besten in ihrer Originalverpackung mit Beipackzettel. Bei Flugreisen gehört ein Teil der wichtigsten Arzneien ins Handgepäck. Für bestimmte Medikamente, etwa Betäubungsmittel, gelten im Ausland besondere Regeln und Bescheinigungen. Wer rechtzeitig nachfragt, spart sich unangenehme Überraschungen am Zoll.
Mini-Checkliste für die Reiseapotheke
• Dauermedikamente
• Schmerz- und Fiebermittel
• Elektrolytlösung
• Mittel gegen Übelkeit und Durchfall
• Pflaster und Wunddesinfektion
• Sonnen- und Insektenschutz
• Allergiemittel
• Fieberthermometer
• Wichtige Medikamente ins Handgepäck
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Sonnenschutz für die Augen
Sonnenbrillen sind mehr als ein Modeaccessoire. Sie schützen Ihre Augen vor schädlicher UV-Strahlung – vorausgesetzt, die Qualität stimmt. Grelles Sonnenlicht ist für die Augen nicht nur unangenehm. Es kann unsere empfindlichen Gucker reizen, zu Bindehautentzündungen oder entzündeten Lidern führen. Auf...
Sonnenbrillen sind mehr als ein Modeaccessoire. Sie schützen Ihre Augen vor schädlicher UV-Strahlung – vorausgesetzt, die Qualität stimmt.
Grelles Sonnenlicht ist für die Augen nicht nur unangenehm. Es kann unsere empfindlichen Gucker reizen, zu Bindehautentzündungen oder entzündeten Lidern führen. Auf lange Sicht hinterlässt die UV-Strahlung womöglich sogar bleibende Schäden an Hornhaut, Linse und Netzhaut. Augen, die viel der prallen Sonne ausgesetzt sind, haben zudem ein erhöhtes Risiko für Grauen Star oder eine Makuladegeneration. Denn ähnlich wie die Haut »merken« sich auch die Augen jeden Sonnenschaden und altern schneller, je mehr Sonne sie sehen. Eine gute Sonnenbrille ist deshalb kein Luxus, sondern aktive Augenpflege. Sie bewahrt nicht nur vor zahlreichen Augenerkrankungen – als angenehmer Nebeneffekt hilft sie auch, Blinzelfältchen zu vermeiden. Auch Kinder sollten bei starker Sonneneinstrahlung unbedingt eine Sonnenbrille tragen.
Sonnenbrille mit UV-Filter
Eine Sonnenbrille schützt nur dann zuverlässig, wenn sie mit einem UV-Filter ausgestattet ist. Dunkle Gläser allein bieten keinen Schutz vor UV-Strahlung. Im Gegenteil: Hinter getönten Gläsern ohne UV-Filter weiten sich die Pupillen, und die schädlichen Strahlen gelangen ungehindert ins Augeninnere. Entscheidend ist eine spezielle»Schutzausrüstung« im Glas, die mit bloßem Auge nicht erkennbar ist – und mit der Tönung nichts zu tun hat.
Achten Sie auf Gütezeichen
Beim Kauf sollten Sie auf zwei Kennzeichnungen achten: Das Zeichen »UV 400« bedeutet, dass alle UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern – also praktisch das gesamte UV-Spektrum – gefiltert werden. Das »CE«-Zeichen bestätigt, dass die Brille den europäischen Qualitätsstandards entspricht. Fehlen diese Angaben, sollten Sie besser die Finger davonlassen. Ebenfalls wichtig ist eine gute Passform: Sie schützt auch seitlich vor einfallendem Licht.
Kontaktlinsen plus Brille
Wer Kontaktlinsen trägt, ist nicht automatisch geschützt. Selbst Kontaktlinsen mit UV-Filter bieten nur einen begrenzten Schutz, da nicht die gesamte Augenoberfläche bedeckt wird. Nur ein Brillenglas mit UV-Schutz kann die Augen optimal schützen. Zusätzlich zu Kontaktlinsen tragen Sie deshalb im Freien lieber noch eine gute Sonnenbrille.
Am Wasser und in den Bergen
Menschen mit bestehenden Augenproblemen – etwa einem Grauen Star oder einer Makuladegeneration – sind besonders UV-empfindlich. Gleiches gilt für alle, die Medikamente einnehmen, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Und wenn Sie ins Gebirge oder ans Meer fahren, ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten: Schnee und Wasser reflektieren das Sonnenlicht und verstärken die UV-Belastung. Die Sonnenbrille ist hier ein absolutes Muss.
Angenehme Extras
Sehr komfortabel sind sogenannte polarisierende Gläser. Sie bieten nicht nur einen guten UV-Schutz, sondern reduzieren auch störende Blendeffekte, zum Beispiel auf der Wasseroberfläche. Bewährt haben sich auch selbsttönende Gläser, die sich automatisch den Lichtverhältnissen anpassen. Bitte beachten Sie hier aber, dass diese für Autofahrer weniger geeignet sind. Der Grund lautet: Selbsttönende Gläser reagieren nur auf direkte UV-Strahlung und können hinter einer Windschutzscheibe kaum abdunkeln.
Qualität aus Ihrer Apotheke
Ja, in Ihrer Vor-Ort-Apotheke bekommen Sie sogar Ihre Sonnenbrille, ebenso natürlich bei Ihrem Optiker. Und diese Modelle – anders als Billigbrillen vom Wühltisch – entsprechen den strengen Normen, haben eine CE-Kennzeichnung und bieten daher verlässlich geprüften UV-Schutz. Sie garantieren Blendschutz auf höchstem Niveau – was für eine Wohltat für die Augen. Welche Filterkategorie für Sie am besten geeignet ist, dazu berät Sie gern das Apothekenteam. Ihr Optiker kann zudem prüfen, ob Ihre alte Sonnenbrille noch ausreichend schützt.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Schwimmen – gut fürs Herz
Im Freibad, Pool, See oder Meer – Schwimmen ist das perfekte Ganzkörper-Training und tut speziell Herz und Kreislauf gut. Allerdings sollten Senioren und Herzpatienten ein paar Dinge beachten. Ein kleiner Schwimmkurs. Ausdauersport ist gesund, insbesondere regelmäßiges Schwimmen – da sind...
Im Freibad, Pool, See oder Meer – Schwimmen ist das perfekte Ganzkörper-Training und tut speziell Herz und Kreislauf gut. Allerdings sollten Senioren und Herzpatienten ein paar Dinge beachten. Ein kleiner Schwimmkurs.
Ausdauersport ist gesund, insbesondere regelmäßiges Schwimmen – da sind sich zahlreiche Studien einig! Es trainiert den Körper schonend und dennoch effektiv, und es kennt keine Altersgrenze. Wer an Land nicht mehr so mobil ist, kann sich im Wasser unbeschwerter und schmerzfreier bewegen. Der Auftrieb reduziert das Körpergewicht, entlastet Rücken und Gelenke. Durchblutung, Herz und Kreislauf kommen in Schwung, also auch die perfekte Fitness für Menschen mit kardiologischen Problemen. Wir sagen, welche Vorteile das Schwimmen genau bringt und was zu beachten ist.
Sanftes Kardio-Training
Der Wasserdruck wirkt auf die Gefäße in Armen und Beinen, wodurch das Blut in Richtung Körpermitte zum Herzen gedrängt wird. Dadurch muss das Herz stärker pumpen und wird trainiert. Schwimmen verbessert auch das Lungenvolumen, weil der Wasserdruck auf den Brustkorb eine tiefere Atmung erfordert. Das ist entscheidend, da Herz und Lunge im Team arbeiten. Klingt erst mal ein wenig anstrengend, hat aber einen tollen Trainingseffekt. Zudem gehen zwei Herz-Kreislaufrisiken – Stress und Übergewicht – gleich mit baden. Allerdings: Bevor Senioren oder Herzpatienten starten, sollte der Arzt grünes Licht geben!
Langsamer Einstieg
Auch wenn es von ärztlicher Seite keine Einwände gibt, sollten Sie es langsam angehen lassen. Anfänglich kann es zu Komplikationen kommen, etwa Schwindel oder Luftnot beim Ein- und Ausstieg aus dem Wasser. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen sind dann hilfreich: Nicht vom Beckenrand ins Wasser springen oder gleich losschwimmen. Langsam ins Becken ein- und aussteigen, damit der Körper sich an die Druckverhältnisse gewöhnen kann. Ideal sind Becken und Gewässer mit flachem Einstiegsbereich, um erst mal ein paar Schritte zu laufen. Auch sollte das Wasser nicht zu kalt sein. Die ideale Temperatur fürs Seniorenschwimmen liegt zwischen 24 und 26 Grad, für Aquafitness sollte das Wasser etwa zwei Grad wärmer sein.
Tempo und Timing
Um das Herz zu stärken, sind keine Höchstleistungen erforderlich – im Gegenteil. Moderate und gleichmäßige Bewegungen im Wasser bringen den besten Trainingseffekt. Gut geeignet sind Brust- und Rückenschwimmen, am besten im Wechsel. Dabei sollte sich der Körper möglichst flach und nah unter der Wasseroberfläche befinden. Wichtig: Beim Brustschwimmen nicht den Kopf krampfhaft aus dem Wasser recken, sondern bei jedem Zug ein wenig eintauchen. Mit kurzen Einheiten und Pausen dazwischen beginnen, langfristig sind zwei bis drei Schwimmeinheiten von je 20 bis 30 Minuten pro Woche ideal. Das Tempo wählen Sie frei, ganz nach Lust und Tagesform.
Sicher in die Fluten
Ob in der Halle oder draußen – Badeschuhe sind Pflicht! Auch sollten Senioren und herzerkrankte Menschen nie allein schwimmen, weder in öffentlichen Bädern und schon gar nicht im See oder Meer. Nutzen Sie die Kursangebote für Senioren, die es in nahezu jedem öffentlichen Bad gibt. So gehen Sie auf Nummer sicher, auch was die Intensität des Trainings angeht – und in Gesellschaft macht’s sowieso mehr Spaß!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Auf Reisen: Mit freien Ohren unterwegs
Ob im Flugzeug oder in den Bergen – plötzlich fühlen sich die Ohren »dicht« an. Warum ist das so und wie gleichen Sie diesen Druck sanft wieder aus? Plötzlich klingt alles wie durch Watte. Stimmen wirken entfernt, manchmal kommt ein...
Ob im Flugzeug oder in den Bergen – plötzlich fühlen sich die Ohren »dicht« an. Warum ist das so und wie gleichen Sie diesen Druck sanft wieder aus?
Plötzlich klingt alles wie durch Watte. Stimmen wirken entfernt, manchmal kommt ein Pfeifen hinzu, gelegentlich auch ein stechender Schmerz. Diesen Zustand kennen viele von uns: beim Start oder bei der Landung im Flugzeug, aber auch auf kurvigen Bergstraßen. Meist verschwinden die Beschwerden schnell von ganz allein. Doch was steckt dahinter?
Sensibles Gleichgewicht im Ohr
Damit wir gut hören können, muss der Druck im Ohr ausgeglichen sein. Auf beiden Seiten des Trommelfells sollte derselbe Luftdruck herrschen. Dafür sorgt die sogenannte Eustachische Röhre. Sie verbindet das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum und öffnet sich beim Schlucken oder Gähnen. Kommt es jedoch zu schnellen Druckveränderungen – etwa beim Fliegen –, gerät dieses Gleichgewicht durcheinander. Die Eustachische Röhre schafft es nicht sofort, den Druck anzupassen.
Reisen geht auf die Ohren
Vor allem beim Start und bei der Landung im Flugzeug verändert sich der Luftdruck innerhalb kurzer Zeit. Auch bei Fahrten in alpine Höhenlagen passiert Ähnliches – wenn auch langsamer. Ist die Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum zusätzlich gereizt, etwa durch eine Erkältung, funktioniert der Druckausgleich noch schlechter.
Kleine Helfer für den Druckausgleich
Oft genügt es, den Körper bei seiner Arbeit zu unterstützen: Kaugummi kauen, Bonbons lutschen oder Wasser trinken regen den Schluckreflex an. Auch bewusstes Gähnen kann helfen. Eine bewährte Methode ist das sogenannte Valsalva-Manöver: Dabei halten Sie sich die Nase zu, schließen den Mund und versuchen vorsichtig auszuatmen. Häufig folgt ein leises »Plopp« und das Ohr ist wieder frei.
Unterstützung aus der Apotheke
Bei Bedarf kann auch die Apotheke helfen. Abschwellende Nasensprays sorgen dafür, dass die Schleimhäute frei werden und der Druckausgleich leichter gelingt. Spezielle Flugohrstöpsel dämpfen Druckschwankungen ab und geben dem Mittelohr mehr Zeit, sich anzupassen. Sie werden einfach vor dem Start eingesetzt.
Ein Fall für den HNO?
In den meisten Fällen verschwinden die Beschwerden nach kurzer Zeit. Bleibt das Gefühl jedoch über Stunden oder Tage bestehen, sollten Sie eine HNO-Praxis aufsuchen. Mögliche Ursachen sind eine anhaltende Belüftungsstörung des Ohres oder – seltener – eine Verletzung des Trommelfells.
Nicht immer ist die Reise schuld
Ein Druckgefühl im Ohr kann auch andere Ursachen haben: Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen oder Allergien. Auch Ohrenschmalzpfropfen oder Verspannungen im Kiefer- und Nackenbereich können eine Rolle spielen. Bei wiederkehrenden Beschwerden lohnt es sich daher, die Ursache genauer zu klären.
Gut vorbereitet im Flugzeug
• Lassen Sie bestehende Erkrankungen vor der Reise ärztlich abklären und überprüfen Sie Ihre Medikamente.
• Wenn Sie ein Hörgerät tragen, empfiehlt sich vorab eine Rücksprache mit dem Hersteller.
• Ein Sitzplatz in der Flugzeugmitte kann ruhiger sein, ein Gangplatz erleichtert das Aufstehen.
• Flugohrstöpsel sollten Sie bereits am Boden einsetzen.
• Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken, damit die Schleimhäute feucht bleiben.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Was darf ich nach einem Bleaching essen?
Ein professionelles Bleaching kann die Zähne sichtbar aufhellen und dem Lächeln mehr Frische verleihen. Direkt nach der Behandlung sind die Zähne jedoch für kurze Zeit besonders aufnahmefähig für Farbstoffe. Deshalb empfehlen viele Zahnarztpraxen, in den ersten 24 bis 48 Stunden...
Ein professionelles Bleaching kann die Zähne sichtbar aufhellen und dem Lächeln mehr Frische verleihen. Direkt nach der Behandlung sind die Zähne jedoch für kurze Zeit besonders aufnahmefähig für Farbstoffe. Deshalb empfehlen viele Zahnarztpraxen, in den ersten 24 bis 48 Stunden auf bestimmte Lebensmittel und Getränke zu achten. Oft spricht man in diesem Zusammenhang von der sogenannten „weißen Diät“.
Warum ist die Ernährung nach dem Bleaching wichtig?
Beim Bleaching werden Farbstoffe, die sich im Zahnschmelz und Dentin eingelagert haben, durch spezielle Bleichmittel aufgehellt. Nach der Behandlung kann die Zahnoberfläche vorübergehend empfindlicher sein. Außerdem können Farbpigmente aus Lebensmitteln leichter aufgenommen werden. Das bedeutet nicht, dass die Zähne dauerhaft „offen“ oder geschädigt sind. Es handelt sich vielmehr um eine kurze Phase, in der Zurückhaltung sinnvoll ist, um das Bleaching-Ergebnis möglichst lange zu erhalten.
Zusätzlich können saure Speisen und Getränke die Zähne nach dem Bleaching stärker reizen. Wer bereits empfindliche Zähne hat, sollte daher besonders vorsichtig sein.
Welche Lebensmittel sind nach dem Bleaching geeignet?
In den ersten ein bis zwei Tagen sind helle, wenig färbende und möglichst milde Lebensmittel eine gute Wahl. Geeignet sind zum Beispiel:
- Reis, Nudeln oder Kartoffeln,
- helles Brot oder Brötchen,
- Naturjoghurt, Quark oder Milch,
- Hähnchen, Pute oder heller Fisch,
- Blumenkohl, geschälte Gurke oder helle Zucchini,
- Bananen oder geschälte Äpfel,
- Wasser oder Milch als Getränke.
Als einfache Faustregel gilt: Alles, was auf einem weißen T-Shirt Flecken hinterlassen würde, sollte direkt nach dem Bleaching besser gemieden werden.
Worauf sollte ich nach dem Bleaching verzichten?
Besonders kritisch sind stark färbende Lebensmittel und Getränke. Dazu gehören unter anderem Kaffee, schwarzer Tee, Rotwein, Cola, dunkle Säfte, Curry, Tomatensoße, Sojasoße, Beeren, Rote Bete und Schokolade. Auch Rauchen kann das Ergebnis beeinträchtigen, da Nikotin und Teer Verfärbungen begünstigen.
Säurehaltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Essig, Limonaden oder sehr saure Smoothies können die Zähne zusätzlich empfindlich machen. Deshalb ist es sinnvoll, diese Produkte zunächst zu vermeiden oder nur vorsichtig zu konsumieren.
Was tun bei empfindlichen Zähnen?
Leichte Empfindlichkeiten nach einem Bleaching sind nicht ungewöhnlich. Sie verschwinden meist nach kurzer Zeit von selbst. Hilfreich können fluoridhaltige Zahnpasta, spezielle Zahnpasta für schmerzempfindliche Zähne oder ein von der Zahnarztpraxis empfohlenes Gel sein. Sehr heiße oder sehr kalte Speisen und Getränke sollten vorübergehend gemieden werden.
Ab wann kann ich wieder normal essen?
In der Regel können Patientinnen und Patienten nach 24 bis 48 Stunden wieder zu ihrer normalen Ernährung zurückkehren. Trotzdem lohnt es sich, stark färbende Genussmittel wie Kaffee, Tee oder Rotwein bewusst zu konsumieren und anschließend Wasser zu trinken. Auch eine gute Mundhygiene und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen helfen dabei, das Bleaching-Ergebnis länger zu bewahren.
Wer unsicher ist, welche Lebensmittel nach dem eigenen Bleaching geeignet sind, sollte direkt in der Zahnarztpraxis nachfragen. Dort erhalten Patientinnen und Patienten individuelle Empfehlungen, abgestimmt auf die Behandlung und die persönliche Zahnsituation.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Skinny Fat – unterschätztes Risiko
Superschlank und füllig zugleich? Klingt widersprüchlich, ist aber gar nicht so selten und auch ziemlich gefährlich! Was steckt dahinter und wie kannst du gegensteuern? Apfel statt Birne Das Gewicht allein oder auch der BMI (Body Mass Index) sagen nicht viel...
Superschlank und füllig zugleich? Klingt widersprüchlich, ist aber gar nicht so selten und auch ziemlich gefährlich! Was steckt dahinter und wie kannst du gegensteuern?
Apfel statt Birne
Das Gewicht allein oder auch der BMI (Body Mass Index) sagen nicht viel aus. Vielmehr kommt es auf die Verteilung von Fett und Muskelmasse im Körper an. Ist der Fettanteil überdurchschnittlich hoch und gleicht deine Silhouette eher einem Apfel als einer Birne, spricht das für »Skinny Fat«. Wie du das genau feststellen kannst? Mit einer Körperanalyse und der WtHR-Methode (Waist-to-Height-Ratio), die Taillenumfang und Größe ins Verhältnis setzt. Dafür die Taille an der schmalsten Stelle messen und den Wert durch die Körpergröße in Zentimetern teilen. Ein Ergebnis über 0,5 gilt als bedenklich.
Detailliertere Auskunft gibt eine Körperanalysewaage oder besser noch die Bioelektrische Impedanz-Analyse (BIA). Über Elektroden wird schwacher Wechselstrom durch den Körper geleitet und der Widerstand gemessen. Da Gewebe, Wasser und Muskeln unterschiedlich leitfähig sind, gibt der Widerstand (Impedanz) Aufschluss über deren Anteil. Viele Apotheken bieten solche, übrigens absolut schmerzfreien Analysen an – frag mal nach! Faustregel: Bei Männern sollte der Körperfettanteil unter 25 Prozent, bei Frauen unter 30 Prozent liegen.
Fett ist nicht gleich Fett
Während Unterhautfettgewebe als harmlos gilt und wie eine Schutzschicht nach außen, etwa gegen Kälte, funktioniert, ist inneres Bauchfett bedenklich. Das sogenannte viszerale Fett legt sich um Organe wie Leber und Darm und ist hormonaktiv. Die Botenstoffe beeinflussen den Stoffwechsel, können Bluthochdruck und Diabetes begünstigen und zudem entzündliche Prozesse auslösen. Ein hoher Bauchfettanteil kann daher das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, entzündliche Darmerkrankungen, Asthma und vermutlich auch Krebserkrankungen erhöhen.
Ursachen auf der Spur
Wie kommt es nun, dass schlanke Menschen ein Fettproblem haben? Verantwortlich sind (wie fast immer) zu wenig Bewegung und ungesunde Ernährung. Fehlt Bewegung, geht Muskelmasse verloren und Kalorien setzen schneller an. Insbesondere einfache Kohlenhydrate, etwa Weißmehlprodukte und Zucker, verstoffwechselt der Körper zu Fett und füllt die Depots an den kritischen Stellen. Aber auch einseitige Crash-Diäten sind gefährlich: Der Körper drosselt den Grundumsatz und bunkert Fett für schlechte Zeiten. Bei Frauen in den Wechseljahren kann der Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen die Fettverteilung beeinflussen, vor allem wenn zugleich der Anteil männlicher Hormone steigt. Viele Frauen legen dann rund um den Bauch zu.
Weg mit dem Speck!
Wenn du Bauchfett zu Leibe rücken willst, kommt es auf eine ausgewogene Ernährung an – vor allem auf viele Ballaststoffe (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte) und ausreichend Proteine (Magerquark, Käse, Geflügel, Hülsenfrüchte) für den Muskelaufbau. Ergänzend kannst du Proteinpulver oder -drinks aus der Apotheke einsetzen – das Team vor Ort berät dich kompetent!
Das A und O für den Muskelaufbau ist allerdings Bewegung, speziell Krafttraining. Ausdauersport wie Laufen, Radeln und Schwimmen ist grundsätzlich vorteilhaft, löst allein aber nicht das »Skinny Fat«-Problem. Es geht darum, gezielt Muskulatur rund um den Bauch aufzubauen und das Fett-Muskel-Verhältnis zu verbessern. Das erreichst du auch ohne Geräte, etwa mit Sit-ups, Planken und Seitstütz-Übungen, die du gut zu Hause machen kannst.
Tipp: Dazu gibt es viele Videos auf Social-Media-Kanälen! Am besten täglich zehn bis 15 Minuten trainieren. So bauen sich Muskeln auf, die deine Mitte modellieren und – das ist der Doppelnutzen – zugleich die Fettverbrennung anheizen!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Schutz vor Sonne & Falten
Der Sommer ist da! Die steigenden Temperaturen und vermehrte Sonneneinstrahlung stellen die Haut vor große Herausforderungen – in jedem Alter. Mit 65plus sogar noch mehr als in jungen Jahren. Worauf kommt es bei der Pflege reifer Sommerhaut besonders an? Wir...
Der Sommer ist da! Die steigenden Temperaturen und vermehrte Sonneneinstrahlung stellen die Haut vor große Herausforderungen – in jedem Alter. Mit 65plus sogar noch mehr als in jungen Jahren. Worauf kommt es bei der Pflege reifer Sommerhaut besonders an? Wir verraten es Ihnen.
Tagescreme mit UV-Filter
Wird der Sommer eher heiter bis wolkig oder strahlend-schön? Warten wir es ab. Keine Überraschung sollte sein, dass Ihre Haut einen UV-Schutz braucht – und zwar immer, selbst bei bedecktem Himmel. Wolken können Sonnenstrahlen nun mal nicht aufhalten, auch wenn unsere Wahrnehmung anders sein mag. Mit einer guten Tagespflegecreme, die einen integrierten Lichtschutzfaktor (LSF) hat, liegen Sie also richtig. Denn reife Haut ist sonnenempfindlicher als eine Körperhülle, die noch jung ist. Warum ist das so?
Lichtschutzfaktor 50
Im Lauf des Lebens verändert sich die Haut. Zellen erneuern sich nicht mehr so schnell. Schützende Pigmente werden langsamer gebildet. Auch die Elastizität nimmt ab. Denn das Unterhautgewebe kann die Feuchtigkeit nicht mehr so gut speichern. Eine derart trockene Haut juckt und schuppt und kann sich gegen äußere Einflüsse immer schlechter wehren. So kommen viele Gründe zusammen, warum wir schneller einen Sonnenbrand bekommen, je älter wir werden. Die Gesichtspflege mit UV-Filter ist also an allen Tagen ein absolutes Muss.
Eine leichte Lotion reicht aber nicht aus, wenn der Sommerhimmel wolkenlos ist. Lichtschutzfaktor 50 sollte es sein. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, welches Produkt für Sie das richtige ist.
Anti-Aging-Pflege
Speziell für die reife Haut gibt es Anti-Aging-Sonnencremes für Gesicht und Körper. Sie schützen in erster Linie vor Sonnenbrand und Hautkrebs, haben aber zusätzliche Inhaltsstoffe, die auf die Bedürfnisse lebenserfahrener Haut abgestimmt sind. Zu den bekanntesten Anti-Falten-Wirkstoffen zählen Hyaluronsäure, Urea und Vitamin E.
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und gibt ihr ein glattes, ebenmäßiges Äußeres. Im Alter geht die Hyaluronsäure-Produktion in der Haut zurück. Dieser Mangel steht vielen ins Gesicht geschrieben: trockene Hautpartien und Knitterfalten. Pflegeprodukte, die mit Hyaluronsäure angereichert sind, geben der Haut, was sie vor allem im Sommer braucht: Viel Feuchtigkeit! Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Haut wirkt entspannt und geglättet.
Urea, ebenfalls ein körpereigener Baustoff, ist dafür da, Feuchtigkeit in den Hautschichten zu halten. Im Alter lässt dieses Speichervermögen nach. Tages- und Sonnencremes, die Urea enthalten, sind besonders für die raue, rissige Haut geeignet, die zu Ekzemen und Pigmentstörungen neigt. Die Hautbarriere wird gestärkt und ist gegenüber äußeren Einflüssen besser gewappnet.
Vitamin E ist anders als Hyaluronsäure und Urea. Im Vergleich zu den anderen beiden Faltenkillern können wir Vitamin E nicht selbst bilden und müssen es dem Körper geben. Vitamin E auf der Haut ist purer Zellschutz. Es wirkt einer Austrocknung entgegen und soll die Faltenbildung reduzieren. Haut, die gut durchfeuchtet ist, bekommt nicht so schnell einen Sonnenbrand.
Sonnencremes mit hautstraffenden Wirkstoffen und einem hohen UV-Filter bieten Sonnenschutz und Hautglättung in einem. Sie lassen sich optimal mit einer LSF-Tagespflegecreme kombinieren. Fragen Sie nach einer geeigneten Pflegeserie in Ihrer Apotheke.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Entlarvt: Die größten Schlafräuber
Friedlich schlummern, erholt aufwachen – für viele Menschen bloß ein schöner Traum. Sie wälzen sich lange hin und her, ehe sie zur Ruhe finden, oder wachen nachts mehrfach auf. Woran liegt das? Die häufigsten Schlafstörer decken wir hier für Sie...
Friedlich schlummern, erholt aufwachen – für viele Menschen bloß ein schöner Traum. Sie wälzen sich lange hin und her, ehe sie zur Ruhe finden, oder wachen nachts mehrfach auf. Woran liegt das? Die häufigsten Schlafstörer decken wir hier für Sie auf.
Tropennächte
Tagsüber 30 Grad, nachts sinkt das Thermometer nicht wesentlich. Puh, an Schlaf ist kaum zu denken und am nächsten Morgen fühlen wir uns wie gerädert. Mit dem Klimawandel müssen wir immer häufiger mit solch heißen Nächten rechnen. Also stellen wir uns drauf ein: In den frühen Morgenstunden lüften, tagsüber Schlafzimmer verdunkeln und die Hitze aussperren. Abends nur etwas Leichtes essen, nichts, was schwer im Magen liegt, und keinen Alkohol trinken – er stört das Durchschlafen. Bevor es ins Bett geht, lauwarm duschen, ein leichtes Leinen-Nachthemd kühlt und ist atmungsaktiv.
Stress
Jeder Dritte von uns schläft schlecht. Und die Hälfte der Betroffenen nennt als Schlafkiller Nummer eins den »eigenen Kopf«. Bei den einen sind es private Sorgen, die anderen nehmen beruflichen Stress mit ins Bett. Wie lässt sich dieses Grübelkarussell stoppen? Kneginja Richter, Professorin an der Technischen Hochschule Nürnberg, rät: »Zwei Stunden vor dem Schlafengehen negative Gedanken in einem Heft aufschreiben. Diese Notizen lassen Sie in einer Schublade außerhalb des Schlafzimmers verschwinden.« Noch ein Tipp: aufstehen, ruhige Musik hören oder ein Buch lesen – leichte Lektüre, keinen nervenaufreibenden Thriller. Auch die Natur hilft. Baldrian, Lavendel und Passionsblumenkraut beruhigen nachweislich das Nervensystem. Präparate mit Schlummerkräutern bekommen Sie in Ihrer Apotheke.
Licht und Lärm
Ob Straßenlaterne vor dem Schlafzimmerfenster oder Verkehrslärm – eine lebhafte Umgebung blockiert meist den Zugang zu unseren Träumen. Daher verbannen Sie möglichst alle grellen Lichtquellen aus dem Schlafzimmer – Wecker mit LED-Anzeige zur Wand drehen – und schließen Sie die Vorhänge. Melatonin, unser Schlafhormon, kann sich nur in der Dunkelheit voll entfalten – und in Ruhe. Fernseher am besten ganz ausschalten. Gegen Lärm, den Sie nicht selbst beeinflussen können, helfen Ohrstöpsel.
Schnarchen
In jedem zweiten Schlafzimmer wackeln nachts die Wände, weil der Partner schnarcht. Eine Belastungsprobe für die Beziehung und für die Gesundheit auch – und zwar von beiden. Der Schnarcher, der an einer schlafbezogenen Atmungsstörung leidet, bekommt zu wenig Sauerstoff – ein Stresszustand. Wer dem nächtlichen Sägekonzert »nur« zuhört, hat ein Ruhedefizit. Im Schnitt verliert der wachgehaltene Bettnachbar rund zwei Stunden wertvollen Schlaf pro Nacht. Ohrstöpsel oder getrennte Betten sind nur eine kurzfristige Lösung. Die Ursache des Schnarchens ist damit nicht behoben. Ein Hals-Nasen-Ohrenarzt kann helfen – in milden Fällen rät er zu einer Anti-Schnarchschiene, einem Spray oder einem Nasenspreizer aus Ihrer Apotheke.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

So bleiben Ihre Zähne im Urlaub gesund
Urlaub bedeutet Erholung, neue Eindrücke und oft auch eine kleine Auszeit vom Alltag. Doch gerade unterwegs geraten gewohnte Routinen schnell durcheinander – auch bei der Mundhygiene. Andere Essgewohnheiten, lange Anreisen, ungewohnte Lebensmittel oder eingeschränkte Pflegemöglichkeiten können dazu führen, dass Zähne...
Urlaub bedeutet Erholung, neue Eindrücke und oft auch eine kleine Auszeit vom Alltag. Doch gerade unterwegs geraten gewohnte Routinen schnell durcheinander – auch bei der Mundhygiene. Andere Essgewohnheiten, lange Anreisen, ungewohnte Lebensmittel oder eingeschränkte Pflegemöglichkeiten können dazu führen, dass Zähne und Zahnfleisch stärker belastet werden. Mit einigen einfachen Maßnahmen lassen sich viele Zahnprobleme im Urlaub vermeiden.
Vor der Reise: Kontrolltermin einplanen
Wer bereits vor dem Urlaub leichte Zahnschmerzen, empfindliche Zähne oder Zahnfleischbluten bemerkt, sollte nicht bis nach der Reise warten. Ein zahnärztlicher Kontrolltermin vor dem Urlaub kann helfen, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Kleine Defekte an Füllungen, beginnende Entzündungen oder undichte Kronen machen sich oft erst dann richtig bemerkbar, wenn man gerade weit weg von der vertrauten Zahnarztpraxis ist.
Besonders sinnvoll ist eine Kontrolle vor längeren Reisen, Flugreisen oder Aufenthalten in Ländern, in denen die zahnärztliche Versorgung schwerer erreichbar sein könnte. Ebenfalls kann eine professionelle Zahnreinigung vor dem Urlaub hilfreich sein, da dabei bakterielle Beläge entfernt werden, die Zahnfleischentzündungen begünstigen können.
Die richtige Zahnpflege für unterwegs
Auch auf Reisen sollte die Zahnpflege möglichst konsequent bleiben. Idealerweise werden die Zähne zweimal täglich gründlich mit fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt. Fluorid unterstützt die Remineralisation des Zahnschmelzes und kann helfen, Karies vorzubeugen.
Für die Kultur- oder Reisetasche eignen sich:
- Zahnbürste oder elektrische Reisezahnbürste,
- fluoridhaltige Zahnpasta,
- Zahnseide oder Interdentalbürstchen,
- zuckerfreier Kaugummi für unterwegs,
- kleine Mundspüllösung, falls empfohlen,
- Aufbewahrungsbox für Zahnersatz oder Schienen.
Wichtig: Die Zahnbürste sollte nach dem Putzen gut trocknen können. In geschlossenen Reiseetuis bleibt sie oft feucht, wodurch sich Keime leichter vermehren können. Daher das Etui möglichst nur für den Transport nutzen.
Vorsicht bei Snacks, Softdrinks und Eis
Im Urlaub wird häufiger zwischendurch gegessen oder getrunken. Süße Snacks, Softdrinks, Cocktails, Fruchtsäfte und Eis können die Zähne jedoch belasten. Zucker dient kariesfördernden Bakterien als Nahrung, während Säuren den Zahnschmelz vorübergehend aufweichen können. Das bedeutet nicht, dass Genuss verboten ist – entscheidend ist der bewusste Umgang.
Besser ist es, Süßes eher direkt nach einer Hauptmahlzeit zu essen, statt über den ganzen Tag verteilt immer wieder kleine Portionen zu naschen. Nach säurehaltigen Getränken oder Obst sollte man nicht sofort die Zähne putzen, sondern etwa 30 Minuten warten. Wasser trinken hilft, Säuren zu verdünnen und Speisereste wegzuspülen.
Was tun bei Zahnproblemen im Urlaub?
Leichte Beschwerden lassen sich manchmal kurzfristig lindern, ersetzen aber keine zahnärztliche Abklärung. Bei anhaltenden Zahnschmerzen, Schwellungen, Fieber, starken Blutungen oder einem abgebrochenen Zahn sollte möglichst zeitnah eine Zahnarztpraxis vor Ort aufgesucht werden.
Gute Vorbereitung schützt die Urlaubsfreude
Eine gute Mundhygiene, ein kurzer Zahncheck vor der Reise und ein bewusstes Ess- und Trinkverhalten können viel dazu beitragen, Zahnprobleme im Urlaub zu vermeiden. So bleiben nicht nur die schönsten Urlaubserinnerungen erhalten, sondern auch ein gesundes Lächeln.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Ach, daher kommt das …
Manche körperlichen Phänomene klingen kurios. Im Volksmund tragen sie Namen wie aus dem Märchen oder erinnern ans Tierreich. Woher stammen diese Bezeichnungen – und was steckt dahinter? Krähenfüße Ja, die feinen Falten an den äußeren Augenwinkeln sehen tatsächlich aus wie...
Manche körperlichen Phänomene klingen kurios. Im Volksmund tragen sie Namen wie aus dem Märchen oder erinnern ans Tierreich. Woher stammen diese Bezeichnungen – und was steckt dahinter?
Krähenfüße
Ja, die feinen Falten an den äußeren Augenwinkeln sehen tatsächlich aus wie zarte Abdrücke von Vogelkrallen. Sie entstehen durch unsere Mimik: Wenn wir lächeln, grinsen oder herzhaft lachen, ziehen sich die Augenmuskeln zusammen und lassen für einen Moment „Sehschlitze“ entstehen. Mit den Jahren vertiefen sich die strahlenförmigen Falten, weil die ohnehin dünne Haut rings um die Augen trockener wird und an Elastizität verliert. Was zunächst nur beim Lachen sichtbar ist, bleibt später auch im entspannten Zustand bestehen.
Krähenfüße im Gesicht sind zum Glück kein Grund zur Sorge – im Gegenteil: Sie verraten etwas über unser Naturell: Offenbar hatten wir schon viel Spaß im Leben.
Wer diese sympathischen Fältchen etwas mildern möchte, setzt auf reichhaltige Pflege: Naturkosmetische Augencremes und -seren mit Aloe vera oder Hyaluronsäure schenken Feuchtigkeit. Hochwertige Pflanzenöle etwa aus Wildrose, Olive oder Sesam wirken rückfettend und haben einen Anti-Aging-Effekt – für ein faltenfreieres Lachen.
Hühneraugen
Kleine, runde Verhornungen und in der Mitte bildet sich ein glasiger Kern. Die Ähnlichkeit mit dem Auge eines Hühnervogels ist verblüffend. Doch was so harmlos klingt, kann sehr schmerzhaft sein. Diese Schwielen auf den Zehen, medizinisch Clavus genannt, entstehen durch Druck und/oder Reibung. Zu enge oder auch schlechtsitzende Schuhe sind meist die Ursache – weg mit solchen Tretern. Schlüpfen Sie lieber in weite, luftige Sandalen und gehen Sie zu Ihrer Vor-Ort-Apotheke. Dort bekommen Sie salicylhaltige Tinkturen, die helfen sollen, die Verhärtungen aufzulösen. Speziell gepolsterte Hühneraugenpflaster haben einen Salbenkern, lindern den Druckschmerz sofort und nach wenigen Tagen können Sie die Hornstellen entfernen.
Hexenschuss
Hex, hex? Im Mittelalter vermuteten die Menschen, dieser blitzartige Stich im unteren Rücken sei durch den Pfeil einer Hexe verursacht. Wer unter Schmerz mit einem Buckel ging – wie eine Hexe – musste Opfer eines bösen Zaubers geworden sein. Heute wissen wir natürlich: Mit Magie hat „Lumbago“, wie Mediziner sagen, nichts zu tun. Vielmehr nehmen uns die Wirbel abrupte Bewegungen krumm – im wahrsten Sinn des Wortes. Sie verdrehen sich und klemmen die Bandscheiben ein. Dabei verspannen sich die Muskeln unter Umständen so hart, dass wir nicht mehr gerade stehen können. Wärme ist das Mittel der Wahl, um diese Verkrampfung zu lösen. Ein Bad mit Zusätzen aus Arnika und Beinwell ist eine Wohltat. Alternativ legen Sie sich einen Thermo-Umschlag mit Capsaicin aus der Pfefferschote oder mit selbsterwärmendem Eisenoxid auf die schmerzende Stelle. Im Yoga gibt es eine Position, die sanfte Linderung bei einem Hexenschuss verspricht: In Rückenlage die Beine auf einen Stuhl legen, sodass Ober- und Unterschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden. Tief ein- und ausatmen.
Storchenbiss
Was für eine nette Geschichte: Diese rote, scharf umrandete Hautstelle im Nacken eines Neugeborenen soll der Beweis dafür sein, dass der Klapperstorch Ihnen Ihr Baby gebracht hat. Natürlich ein Mythos! Denn diese Art Feuermal (Naevus flammeus) entsteht in Wirklichkeit durch eine Erweiterung kleinster Blutgefäße. Dahinter steckt nur eine kleine Funktionsstörung, die sich in der Regel von ganz allein reguliert. Innerhalb der ersten Lebensjahre verblassen „Storchenbisse“ meist vollständig – ganz ohne Behandlung. Befindet sich diese rote Zeichnung auf einem Augenlid, sagt der Volksmund dazu übrigens auch „Engelskuss“.
Orangenhaut
Der Begriff ist seit den 1960er-Jahren geläufig und wurde geschaffen, um dieses Hautbild anschaulich zu beschreiben. Denn die Dellenbildung durch Fettzellen, die gegen das gitterartige Bindegewebe stoßen, hat Ähnlichkeit mit einer noppigen Orangenschale. Cellulite, wie der Mediziner sagt, betrifft fast 80 Prozent aller Frauen. Genetische Gründe tragen dazu bei, aber auch andere Faktoren. Rauchen, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung können Orangenhaut verstärken. Mit Muskelaufbau lässt sich in gewissem Maß gegensteuern. Eine straffere Haut an Oberschenkeln und Gesäß versprechen auch viele Pflegeprodukte. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe: Birkenextrakte sollen neue Spannkraft verleihen und helfen, überschüssige Flüssigkeitsansammlungen abzutransportieren. Auch Weizenkeim und Schachtelhalm sagt man einen Straffeffekt nach. Hochwertige Anti-Cellulite-Öle aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke dienen der Unterstützung nach durchblutungsfördernden Zupfmassagen und Wechselduschen.
Schnappfinger
Der Name beschreibt, was der Finger tut: Er bleibt beim Beugen stecken und springt ruckartig in die ausgestreckte Position. Vielfach ist dabei sogar ein schnappendes oder schnalzendes Geräusch zu hören. Ursache ist eine entzündliche Verdickung der Sehne, bedingt durch Verschleiß. Ein Schnappfinger, fachlich Tendovaginitis stenosans genannt, ist schmerzhaft und betrifft meist Frauen über 50. Begleitet ist diese Erkrankung häufig von Gicht, rheumatoider Arthritis oder Diabetes. Ärzte empfehlen Schonung und behandeln oft mit einer Schiene zur Ruhigstellung, manchmal mit einer OP.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Cool bleiben im Job
Hitzeschübe, Reizbarkeit, Erschöpfung – oft funken die typischen Beschwerden im Berufsleben mächtig dazwischen. Wie Frauen mit den Wechseljahren besser klarkommen und was Arbeitgeber dazu beitragen können. Mitten im Meeting wieder so eine fiese Hitzeattacke, die Bluse klebt schweißnass auf der...
Hitzeschübe, Reizbarkeit, Erschöpfung – oft funken die typischen Beschwerden im Berufsleben mächtig dazwischen. Wie Frauen mit den Wechseljahren besser klarkommen und was Arbeitgeber dazu beitragen können.
Mitten im Meeting wieder so eine fiese Hitzeattacke, die Bluse klebt schweißnass auf der Haut und nach einer schlaflosen Nacht liegen die Nerven sowieso blank … . Rund 70 Prozent der berufstätigen Frauen in den Wechseljahren fühlen sich im Job massiv beeinträchtigt, so zeigt es die deutschlandweite Online-Umfrage MenoSupport. Dabei könnten sie gerade jetzt (nochmal) richtig durchstarten – viele sind gut ausgebildet, berufserfahren und unabhängig, weil die Kinder eigene Wege gehen. Überdies werden Fachkräfte dringend gesucht. Ideale Bedingungen, theoretisch jedenfalls.
Rückzug statt Neustart
In der Praxis sieht es bei den knapp 5,5 Millionen betroffenen Frauen allerdings so aus: Etwa ein Viertel reduziert die Arbeitsstunden aufgrund von Wechseljahresproblemen, jede fünfte Frau ab 55 Jahren geht deswegen vorzeitig in Ruhestand. Ein Drittel ist aufgrund der Beschwerden schon mal krank geschrieben gewesen und/oder hat unbezahlten Urlaub genommen. Der wirtschaftliche Schaden durch den Rückzug aus dem Arbeitsleben wird in Deutschland auf 9,4 Milliarden Euro geschätzt.
Raus aus der Tabuzone
Laut MenoSupport leiden berufstätige Frauen in erster Linie an Erschöpfung, gefolgt von Schlafstörungen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Hitzeschüben. Im Job sind Wechseljahre und damit verbundene Probleme allerdings ein Tabuthema, geben 52,3 Prozent der Frauen an. Dabei wäre ein offener Umgang der erste Schritt zur Lösung: Er sensibilisiert Arbeitgeber und Kollegen für diese Phase, die immerhin zehn bis 15 Jahre andauern kann. Auch kann/sollte er dazu führen, die Arbeitsbedingungen und -atmosphäre frauenfreundlicher zu gestalten.
Sichere Orte am Arbeitsplatz
Neben mehr Verständnis und Rücksichtnahme kommt es auf konkrete Maßnahmen an. Dazu gehören klimatisierte Räume, großzügige, mit Toilettenartikeln ausgestattete sanitäre Anlagen und Rückzugsmöglichkeiten. Sogenannte „Safe Spaces“ sind sichere Orte, an denen sich Frauen in Ruhe frisch machen, Wäsche wechseln und auch mal entspannen und auftanken können.
Flexible Zeiten & Homeoffice
Was sich Betroffene laut MenoSupport-Umfrage außerdem wünschen und erhoffen: Ganz oben auf der Liste stehen flexiblere Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Regeln. Weiterhin kommen Entspannungskurse (Yoga, Autogenes Training) und Ernährungsberatung gut an, etwa im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Letztlich wünschen sich Frauen geschulte Betriebsärzte oder Ansprechpersonen, etwa Wechseljahresbeauftragte (gibt’s in einigen Betrieben bereits). Sie können Anlaufstelle sein und in persönlichen Gesundheitsfragen beraten. Denn obwohl sich die Kompetenz niedergelassener Frauenärzte in puncto Wechseljahre verbessert hat, nehmen viele die Beschwerden immer noch nicht ernst. Dabei kann die Medizin – von pflanzlichen Mitteln aus der Apotheke bis zur individuell abgestimmten Hormontherapie – helfen, diese Phase cool zu meistern, auch im Job!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Belastungsinkontinenz: Was hilft?
Ein kurzer Huster, ein kräftiges Lachen, Treppensteigen oder Sport – und plötzlich geht ungewollt Urin verloren. Viele Betroffene kennen diese Situation, sprechen aber aus Scham nicht darüber. Dabei ist die sogenannte Belastungsinkontinenz ein häufiges urologisches Thema und in vielen Fällen...
Ein kurzer Huster, ein kräftiges Lachen, Treppensteigen oder Sport – und plötzlich geht ungewollt Urin verloren. Viele Betroffene kennen diese Situation, sprechen aber aus Scham nicht darüber. Dabei ist die sogenannte Belastungsinkontinenz ein häufiges urologisches Thema und in vielen Fällen gut behandelbar.
Was ist Belastungsinkontinenz?
Bei einer Belastungsinkontinenz kommt es zu Urinverlust, wenn der Druck im Bauchraum steigt. Das passiert zum Beispiel beim Niesen, Husten, Lachen, Heben schwerer Gegenstände oder bei körperlicher Aktivität. Anders als bei der Dranginkontinenz steht meist kein plötzlich starker Harndrang im Vordergrund. Ursache ist häufig, dass der Verschlussmechanismus der Harnröhre und/oder die Beckenbodenmuskulatur dem Druck nicht ausreichend standhalten können.
Frauen sind besonders häufig betroffen, etwa nach Schwangerschaften, Geburten, hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren oder bei einer Bindegewebsschwäche. Auch Männer können eine Belastungsinkontinenz entwickeln, zum Beispiel nach Eingriffen an der Prostata.
Typische Auslöser und Risikofaktoren
Belastungsinkontinenz kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden:
- geschwächter Beckenboden,
- Schwangerschaft und Geburt,
- hormonelle Veränderungen,
- Übergewicht,
- chronischer Husten,
- schwere körperliche Belastung,
- Operationen im Beckenbereich oder an der Prostata.
Warum eine Abklärung sinnvoll ist
Auch wenn Belastungsinkontinenz häufig vorkommt, sollte sie nicht einfach hingenommen werden. In der urologischen Praxis kann geklärt werden, welche Form der Inkontinenz vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist. Dazu gehören in der Regel ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung, eine Urinuntersuchung und bei Bedarf weitere diagnostische Schritte.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Therapie richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden. Häufig beginnt die Behandlung mit konservativen Maßnahmen. Dazu zählen gezieltes Beckenbodentraining, physiotherapeutische Anleitung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht sowie Anpassungen im Alltag. Wichtig ist: Beckenbodentraining wirkt am besten, wenn es korrekt erlernt und regelmäßig durchgeführt wird.
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, können weitere Therapien infrage kommen. Dazu gehören je nach Befund Hilfsmittel, medikamentöse Ansätze oder operative Verfahren. Welche Möglichkeit geeignet ist, wird individuell besprochen.
Nicht abfinden – ansprechen lohnt sich
Belastungsinkontinenz ist kein persönliches Versagen und kein Thema, das man verschweigen muss. Wer Beschwerden frühzeitig anspricht, kann Lebensqualität zurückgewinnen und passende Unterstützung erhalten. Eine urologische Abklärung ist daher ein wichtiger erster Schritt.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de

Wann zur Augen-Vorsorgeuntersuchung?
Gutes Sehen ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Viele Augenerkrankungen entwickeln sich jedoch schleichend und verursachen anfangs keine Beschwerden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen – bevor das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt wird. Vorsorge beginnt schon im...
Gutes Sehen ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Viele Augenerkrankungen entwickeln sich jedoch schleichend und verursachen anfangs keine Beschwerden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen – bevor das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt wird.
Vorsorge beginnt schon im Kindesalter
Bei Kindern geht es vor allem darum, Sehschwächen oder Schielen früh zu erkennen. Bleiben solche Probleme unbehandelt, kann sich eine sogenannte Amblyopie entwickeln – eine Sehschwäche, bei der ein Auge nicht richtig sehen lernt. Denn je früher Sehprobleme behandelt werden, desto besser sind die Chancen für eine normale Sehentwicklung. Bei erhöhtem Risiko, zum Beispiel familiären Augenerkrankungen oder Frühgeburt, kann eine augenärztliche Untersuchung bereits im Säuglingsalter sinnvoll sein. Für alle Kinder wird eine Kontrolle im Kleinkindalter empfohlen.
Ab 40 Jahren: Glaukom und Sehfähigkeit im Blick behalten
Ab etwa dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen, besonders für den Grünen Star, auch Glaukom genannt. Dabei kann der Sehnerv geschädigt werden, ohne dass Betroffene es zunächst bemerken. Wichtig ist: Eine reine Augeninnendruckmessung reicht für eine vollständige Glaukom-Vorsorge nicht aus. Entscheidend ist immer auch die Beurteilung des Sehnervs.
Auch für Verkehrsteilnehmer kann ein Augenarzt-Check ab 40 sinnvoll sein, da sich Sehschärfe, Kontrastsehen oder Blendempfindlichkeit verändern können.
Risikofaktoren: Wer früher oder häufiger gehen sollte
Frühere oder engmaschigere Kontrollen sind sinnvoll bei:
- Diabetes mellitus,
- Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen,
- familiärer Vorbelastung für Glaukom oder Netzhauterkrankungen,
- stärkerer Kurzsichtigkeit,
- langfristiger Einnahme bestimmter Medikamente, etwa Kortison,
- bereits bekannten Augenerkrankungen.
Bei Diabetes sind regelmäßige Netzhautkontrollen besonders wichtig, da diabetische Veränderungen lange unbemerkt bleiben können. Bei stärkerer Kurzsichtigkeit kann außerdem eine Netzhautuntersuchung sinnvoll sein, um Risiken wie Netzhautlöcher oder Netzhautablösungen frühzeitig zu erkennen.
Ab 60 Jahren: Netzhaut und Makula kontrollieren
Ab etwa dem 60. Lebensjahr rücken altersbedingte Erkrankungen wie die Makuladegeneration stärker in den Fokus. Sie kann das zentrale Sehen beeinträchtigen und sollte früh erkannt werden.
Bei Beschwerden nicht abwarten
Plötzliche Sehverschlechterung, Lichtblitze, Schatten im Gesichtsfeld, verzerrtes Sehen, Doppelbilder oder starke Augenschmerzen sollten zeitnah augenärztlich abgeklärt werden. Vorsorge ersetzt keine Garantie für dauerhaft gutes Sehen. Sie kann aber helfen, Erkrankungen früher zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de